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Bericht aus der Sitzung vom 16.09.2021 (für den Inhalt ist OV Föll verantwortlich)

 

Bebauungsplan „Brückenstraße“ – Beratung Planentwurf 

Planung

Auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik bzw. des Therapiezentrums sollen durch die Fa. Betz Baupartner GmbH, Asperg, nach dem vorliegenden Bebauungsplanentwurf bis zu 95 Reihenhäuser in Gruppen von je drei und vier Wohneinheiten entstehen. Derzeit zwar nicht beabsichtigt, wären aber auch Mehrfamilienhäuser möglich, die sich in ihrer Kubatur entsprechend anpassen müssten.

Die Länge je Gebäude ist auf max. 24 m begrenzt, die Höhe zwischen 9 und 12,5 m. Die zur Jagst hin vorhandene Böschung muss als Überschwemmungsfläche erhalten bleiben und darf nicht überbaut werden. (Ausnahme Fußwege und Entwässerungsgräben). Als Dachformen sollen Satteldächer 35 bis 40° und zu begrünende Flachdächer bis 5° Neigung genehmigt werden. Die Versorgung mit Wärme wird voraussichtlich über eine zentrale Pelletheizung erfolgen, die im geplanten Gebäude unterhalb des Bahngartens an der Brückenstraße zum Bahnhof eingebaut werden soll. Zum Abstellen von Fahrzeugen sind ca. 60 offene Stellplätze, 9 Garagen und ca. 80 Stellplätze in einem dreistöckigen, mit Fassaden und Dach begrüntem Parkhaus vorgesehen. Dies entspricht einer Stellplatzquote von ca. 1,5 Fahrzeugen pro Wohneinheit. Nach Berechnungen des Planungsbüros verursachen die 95 Wohneinheiten ein Verkehrsaufkommen von ca. 535 Fahrzeugen pro Tag. (zum Vergleich: Neuenstadter Str. ca. 5.500 Fz/Tag). In diesem Zusammenhang wird es für die Franken- und Brückenstraße ein Parkierungskonzept geben müssen.

Das zu bebauende Gelände liegt außerhalb des amtlich festgesetzten Überschwemmungsgebiets. Deshalb sind die Erdgeschossfußbodenhöhen (EFH) der einzelnen Gebäude über der Linie des Hochwassers von 1993 (HQ extrem) anzusetzen. im Bereich der noch bestehenden Atriumhäuser (früherer Rübenabladeplatz) liegt die EFH ca. 40 cm über dem jetzigen Gelände. Im vorgesehenen Mischgebiet, im Anschluss an das bestehende Gewerbegebiet, wird nach ca. elf Metern (Stellplätze) die EFH bis zu 1,75 m über der jetzigen Höhe angehoben.

Artenschutz und Umwelt

Aufgrund vorgefundener geschützter Vogelarten, Fledermäuse, Zauneidechsen und Ringelnattern sind entsprechende Ersatzmaßnahmen vorgesehen. Dem Grundsatz Innennutzung vor Außenbebauung wird Folge geleistet, das Ortsbild gewinnt an Attraktivität und die Aufenthaltsqualität im Gebiet wird verbessert. Die Umwandlung einer bereits besiedelten Fläche dient dem Klimaschutz. Die vorhandene Infrastruktur wird so weit als möglich genutzt und integriert. Sämtliche Oberflächenbefestigungen außerhalb der Erschließungsstraße sind mit wasserdurch-lässigen Materialien herzustellen. Zur Herstellung naturnaher Bereiche wird ein umfangreiches Pflanzgebot mit Bäumen und Sträuchern auferlegt. Oberflächenwasser, das zwischen Brückenstraße und Jagst entsteht, ist im Trennsystem in den Fluss einzuleiten. Das am nördlichen Ende des Plangebiets anschließende Gewerbegebiet genießt Bestandsschutz. Von dort ausgehende Schallemissionen sind im neu zu bebauenden Gebiet durch entsprechende Maßnahmen zu minimieren.

Nach Klärung verschiedener Fragen und der Diskussion über Bedenken aus dem Gremium und der Zuhörerschaft empfiehlt der Ortschaftsrat, die Planung auf der vorhandenen Grundlage fortzusetzen.

 

Hochwasserschutzmaßnahmen Jagst – Vorstellung Planung                      

Bereits im Jahr 2005 wurde für die Ortslage Züttlingen durch das Ingenieurbüro Winkler und Partner, Stuttgart (im Auftrag der damaligen Gewässerdirektion Besigheim) eine Machbarkeitsstudie zu Hochwasserschutzmaßnahmen erstellt. Aus verschiedenen Gründen kam es damals zu keiner Priorisierung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Grundlage der Untersuchung war das höchste jemals gemessene Hochwasser von 1993 mit einer berechneten Wasserabflussmenge von 556 Kubikmeter in der Sekunde. Dieses Hochwasser hatte damit ca. 50 Kubikmeter mehr Abfluss als ein damals berechnetes 100-jähriges Hochwasser. Zudem ergossen sich die Fluten 1993 in bebautes Gebiet in der Entengasse, sowie der Franken- und Brückenstraße. Ebenfalls betroffen waren das Sportgelände samt Sportheim.

Mittlerweile werden uns, gerade auch in diesem Jahr, Hochwasserereignisse in Deutschland vor Augen geführt, die man bisher nicht für möglich gehalten hätte. Der fortschreitende Klimawandel fordert seinen Tribut, dem wir sowohl in unserem Verhalten, als auch mit Schutzmaßnahmen begegnen müssen.

Ziel von zukünftigen Hochwasserschutzmaßnahmen an der Jagst muss vorrangig der Schutz von Gebäuden sein. Dies kann durch verschiedene Maßnahmen erreicht werden:

  • Bau eines Dammes auf der Wertwiese zwischen Mühlkanal und Altarm der Jagst. Dabei kann dieser Damm sowohl links als auch rechts in Fließrichtung der Jagst erstellt werden.
  • Bau von zwei Schützanlagen am Beginn und am Ende des Mühlkanals
  • Bau von Betonwänden am linken Ufer des Mühlkanals
  • Individueller Gebäudeschutz
  • Neubau der alten Jagstbrücke als freitragendes Bauwerk ohne Stützpfeiler
  • Abholzung des Pappelwaldes und Entfernung der Dämme unterhalb von Assumstadt

Die weiter zu verfolgenden Maßnahmen müssten eine hohe Wirksamkeit im Hochwasserschutz mit verhältnismäßigem Einsatz von Finanzmitteln haben. Darüber hinaus hätten die zu wählenden Maßnahmen im Einvernehmen mit den betroffenen Grundstückseigentümern zu erfolgen.

Nach intensiver Erörterung der vorgeschlagenen Maßnahmen unter Einbeziehung von Fragen aus der Zuhörerschaft, empfiehlt der Ortschaftsrat die Wiederaufnahme der Planung aus dem Jahr 2005.

 

   
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